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Auf der Suche nach dem perfekten Set-up: Pauli und sein Brett

Klaus „Pauli" vom Funcamp Boardercenter in der Bergstation der Versettla Bahn Gaschurn

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal dein Snowboard-Set-up hinterfragt? Die Bindungswinkel, den Stance, die Bretthärte? Wenn du jetzt kurz überlegen musst — willkommen im Club. Die meisten Snowboarder fahren seit Jahren mit einem Set-up, das nicht zu ihnen passt. Und merken es nicht mal.

Ich hab jemanden getroffen, der das ändern will.

Pauli und das Funcamp

Klaus — oder wie ihn hier alle nennen: Pauli — betreibt das Funcamp im Montafon. Was viele nicht wissen: Das Funcamp war die erste Snowboardschule Österreichs. Kein Marketing-Gag, sondern Geschichte. Seit den Anfängen, als Snowboarden noch als Rebellion auf der Piste galt, ist Pauli dabei.

Heute ist das Funcamp weit mehr als eine Schule. Es ist Werkstatt, Testcenter und Beratung in einem. Das Boardercenter sitzt direkt in der Bergstation der Versettla Bahn in Gaschurn — besser geht's nicht. Pauli kennt jedes Brett am Markt, jede Bindung, jeden Schuh. Und er hat ein Auge dafür, was zu wem passt — nicht was die Werbung sagt, sondern was auf dem Berg funktioniert.

Warum dein Set-up wahrscheinlich nicht passt

Das Problem ist simpel: Die meisten kaufen ihr Board nach Optik, Marke oder Empfehlung vom Kumpel. Dabei ist Snowboarden so individuell wie Schuhkauf — nur dass ein falsches Board nicht bloß unbequem ist, sondern dich aktiv ausbremst.

  • Stance-Breite: Zu eng oder zu breit — und deine Knie danken es dir nach drei Tagen auf der Piste nicht
  • Bindungswinkel: Ein paar Grad machen den Unterschied zwischen butterweichem Carven und verkrampftem Kampf
  • Flex: Zu steif für Jibbing, zu weich für Speed — das Brett muss zu deinem Stil passen
  • Länge und Breite: Schuhgröße 44 auf einem schmalen Brett? Da hängen die Zehen über und du fängst dir Kanten

Pauli sieht das in Sekunden. Er schaut dir auf die Füße, fragt nach deinem Fahrstil, und sagt dir ehrlich, ob dein aktuelles Set-up Sinn macht. Meistens lautet die Antwort: „Da geht noch was."

Testen statt Raten

Das Besondere am Funcamp: Du kannst alles testen. Nicht ein Modell, nicht zwei — sondern so lange, bis es passt. Verschiedene Bretter, verschiedene Bindungen, verschiedene Einstellungen. Direkt auf der Piste, nicht im Laden unter Neonlicht. Und weil das Boardercenter direkt an der Bergstation sitzt, verlierst du keine Zeit — rein, Brett tauschen, raus auf die Piste. An einem Tag kannst du locker mehrere Set-ups vergleichen.

„Die Leute kommen rein und sagen: Ich brauch ein neues Brett. Ich sag: Zeig mir erst mal, wie du fährst. Dann reden wir."

Das ist Service auf einem Level, das du bei keiner großen Kette bekommst. Hier geht es nicht um Verkaufszahlen, sondern um das perfekte Set-up. Und ja — auch Profis kommen zu Pauli, wenn sie feintunen wollen.

Mein Tipp

Wenn du das nächste Mal im Montafon bist, geh zum Pauli. Nicht weil du ein neues Brett brauchst — sondern weil du danach weißt, ob du wirklich das Richtige unter den Füßen hast. Und wenn nicht, findest du's dort.

Das Funcamp liegt direkt an der Versettla Bahn in Gaschurn — und die Monika ist nur ein paar Gehminuten von der Talstation entfernt. Morgens rüber, Set-up checken lassen, den ganzen Tag testen, und abends mit einem Grinsen zurück. So soll das sein.

Michael Bergauer
Michael Bergauer
Gastgeber & Bergmensch — einer der Bergauer Brothers hinter die Monika in Gaschurn
2 Personen
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